HOLZSCHUTZ

Konstruktiver Holzschutz

Der Begriff Holzschutz ist nicht nur auf den Einsatz chemischer Mittel zu beschränken. Ein chemischer Holzschutz kann den konstruktiven Holzschutz niemals ersetzen, sondern ihn allenfalls ergänzen. Holzschutz beginnt mit dem so genannten „konstruktiven Holzschutz“.
Grundvoraussetzung für einen konstruktiven Holzschutz ist eine sorgfältige Planung, das heißt hier sollten alle Maßnahmen zusammengefasst werden die das Holz vor einer allfälligen Schädigung schützen.

Darunter sind zum Beispiel die Auswahl der Hölzer (nicht jede Holzart ist für die Anwendung im Freien gleich gut geeignet), die Bearbeitung und die Art und Weise der Verbauung zu verstehen. Eine Terrasse die unter Beachtung dieser Gesichtspunkte montiert wurde, ist auch ohne Oberflächenbehandlung dauerhaft.
Allerdings „lebt“ eine solche Terrasse - sie dunkelt nach und vergraut. Dieser natürlicher Prozess passiert durch die Zerstörung der Farbpigmente im Holz auf Grund der Sonneneinstrahlung.
Erst durch diese natürliche Alterung bekommt das Holz seine eigene Patina. Diese Veränderung stellt jedoch keinen Qualitäts- oder Festigkeitsverlust dar, sie zeigt lediglich eine optische Veränderung, dessen man sich bewusst sein sollte.

Chemischer Holzschutz

Die Kesseldruckimprägnierung zum Beispiel ist ein Holzschutzverfahren, bei dem das Imprägniermittel (Salze, Fungizide) in einem Kessel unter hohem Druck in das Holz gepresst wird, damit das Splintholz möglichst gleichmäßig getränkt wird.
Wobei hier zu beachten ist, dass bei nicht allen Holzarten eine völlige Durchtränkung und damit Imprägnierung gegeben ist. In der Praxis werden je nach Anforderung verschiedene Verfahrensvarianten angewandt. Holzschutzmittel können auch aufgespritzt oder aufgestrichen werden.
Holzschutz sollte nicht allein die vorbeugende chemische Schutzbehandlung sein, sondern auch die Pflege des Holzes und einen ästhetischen Aspekt beinhalten.

Einschränkend möchte ich zum chemischen Holzschutz anmerken: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Anzumerken sei hier auch noch, falls man sich für eine Oberflächenbehandlung entscheidet sollte man sich im Klaren sein, dass diese alle paar Jahre nachbehandelt werden muss.

Thermoholz

Ein relativ junger Trend für den Einsatz im Garten ist Thermoholz. Laub oder Nadelhölzer werden dabei kontrolliert auf bis zu 230° erhitzt und dabei gezielt in ihren Eigenschaften verändert. Die Dauer einer thermischen Behandlung variiert zwischen 50 und 80 Stunden.
Diese thermische Modifizierung führt zu einer verbesserten Resistenz gegen holzzerstörende Pilze, die Dimensionsstabilität erhöht sich, sowie Quellung und Schwindung werden reduziert.
Da aber bereits ab 70° C die ersten Holzbestandteile zerstört werden vermindert dies die Festigkeit, was in späterer Folge zu Rissen führen kann. Das Holz wird spröde und brüchig.

Grundsätzlich sind alle Holzarten für die Thermobehandlung geeignet, wie z. B. die Buche, Esche, Fichte, Kiefer....

Das Wissen unserer Väter und die Erfahrungen aus Jahrhunderten lässt mich diese Modifikation von Holz in Frage stellen. Anhand eines Vergleichs der Eigenschaften von Buche und Lärche möchte ich Ihnen dieses näher bringen.
Eigenschaften der Buche: Die Buche ist ein schweres und hartes Holz, das leider sehr hohe Schwindwerte aufweist. Die geringe Formstabilität bei wechselnder Feuchte muss vor allem bei größeren Querschnitten berücksichtigt werden.
Durch den geringen Gerbsäureanteil ist das Holz in Kontakt mit der Witterung sehr wenig dauerhaft.
Eigenschaften der Lärche: Das Lärchenholz besitzt sehr gute Festigkeitseigenschaften. Das Holz gilt als mittelhart mit gutem Stehvermögen. Lärchenholz ist gut zu trocknen und zu bearbeiten.
Es wird für hoch beanspruchte Baukonstruktionsteile sowie im Boots-, Brücken-, Erd- und Wasserbau eingesetzt.
Die Thermobehandlung verändert die natürlichen Eigenschaften des Holzes. Daher sollte Thermoholz als eigenständige Holzart betrachtet werden, zu der erst sehr wenige Langzeiterfahrungen vorliegen. Dies sollte bei der Verarbeitung und Verwendung unbedingt beachtet werden.
In Österreich wachsen Hölzer nach, die aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften für den Außenbereich hervorragend geeignet sind, wie z. B. Lärche, Robinie(Akazie) Eiche.....

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